Warum krafttraining beim laufen wichtig ist
- Linus K

- vor 5 Tagen
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Wer langfristig und lange Strecken bewältigen will, sollte sich nicht nur aufs Laufen konzentrieren. Gezieltes Krafttraining ist ein wichtiger Teil, um den Körper auf die Belastung vorzubereiten. Bei jedem Schritt auf Asphalt wirkt ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts auf die Muskeln, Sehnen und Gelenke. Krafttraining funktioniert hier wie ein Schutzschild und sorgt dafür, dass man beim Laufen effizienter unterwegs ist.
Warum Muskeln am ganzen Körper wichtig sind
Beim Laufen arbeitet eigentlich der ganze Körper. Deshalb braucht man in verschiedenen Bereichen eine gute Muskulatur:
Starke Beinmuskeln: Die Oberschenkel und Waden sind der
Hauptantrieb. Sie fangen die Stösse bei der Landung ab und
entlasten so die Knie und Fußgelenke.
Ein stabiler Rumpf und Rücken: Die Bauch- und Rückenmuskeln
stabilisieren das Becken und halten den Oberkörper aufrecht.
Wenn die Kraft im Rumpf nach vielen Kilometern nachlässt,
bricht die Laufhaltung zusammen. Das verbraucht viel Energie
und kann zu Rückenschmerzen führen.
Typische Laufverletzungen durch Krafttraining vermeiden
Die meisten typischen Schmerzen beim Laufen kommen davon, dass manche Muskeln zu schwach sind oder die Seiten ungleich trainiert sind. Durch Krafttraining kann man diese Probleme vermeiden:
Läuferknie: Schmerzen an der Außenseite vom Knie kommen
oft von einer schwachen Hüft- und Gesässmuskulatur. Wenn die
zu schwach ist, knickt das Knie beim Auftreten leicht nach innen.
Krafttraining sorgt dafür, dass das Bein gerade bleibt.
Achillessehnenbeschwerden: Wenn die Wadenmuskeln ermüden,
geht die Belastung auf die Achillessehne, was zu Entzündungen
führen kann. Eine kräftige Wade nimmt der Sehne die Arbeit ab.
Schienbeinkantensyndrom: Das ständige Laufen auf hartem Boden
reizt die Knochenhaut am Schienbein. Eine trainierte Unterschenkel-
muskulatur dämpft diese Erschütterungen ab.
Gute Übungen für den Trainingsalltag
Um die richtige Kraft fürs Laufen aufzubauen, lohnen sich Übungen, die den Bewegungsablauf nachmachen. Da man beim Laufen immer nur auf einem Bein steht, sind unilaterale - also einseitige - Übungen sehr wichtig:
Bulgarian Split Squats: Bei dieser Kniebeuge-Variante legt man das
hintere Bein erhöht auf eine Bank oder Box. Weil man beim Laufen nie
mit beiden Füßen gleichzeitig am Boden ist, ist dieses einbeinige
Training zentral. Es gleicht Kraftunterschiede zwischen dem linken
und rechten Bein aus und stabilisiert die Hüfte und Knie.
Normale Kniebeugen: Diese Übung stärkt den Oberschenkel und das
Gesäß. Sie passen gut zur Dynamik beim Laufen.
Wadenheben: Das langsame Heben und Senken der Ferse - am besten
an einer Stufenkante - macht die Waden stark und schützt die Sehnen.
Planks: Diese Übung trainiert die Tiefenmuskulatur im Rumpf und sorgt
für die nötige Stabilität auf langen Strecken.
Fazit
Krafttraining macht Läufer nicht schwer oder langsam. Richtig eingesetzt schützt es vor Verletzungspausen und sorgt dafür, dass der Laufstil auch am Ende noch sauber bleibt.


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