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was ist saunieren und was bringt es im laufsport?

Autorenbild: Linus K
Linus K
25. Sept.
3 Min. Lesezeit

Die Regeneration spielt im Ausdauertraining eine genauso wichtige Rolle wie die Kilometer, die man auf der Straße läuft. Neben der richtigen Ernährung und genug Schlaf nutzen viele Athleten und Athletinnen regelmäßige Saunagänge, um die Erholung zu fördern und ihre Leistung zu steigern. Aber wie genau wirkt sich diese Hitze eigentlich auf den Körper aus und welche konkreten Vorteile bringt das Ganze für den Ausdauersport?


Was ist Saunieren und wie funktioniert es genau?


Beim klassischen Saunieren geht man für eine bestimmte Zeit in eine Sauna, wo eine sehr hohe Raumtemperatur herrscht (meistens so zwischen 80 °C und 100 °C) und die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist.


Die Hitzephase: Wegen der extremen Umgebungstemperatur

steigt die Körpertemperatur an und die Blutgefäße weiten sich.

Damit der Körper nicht überhitzt und sich abkühlen kann,

fängt man an zu schwitzen. Das Herz muss dadurch viel schneller

pumpen, wodurch die Herzfrequenz hochgeht - das ist vom Prinzip

her fast wie eine leichte bis mittlere Cardio-Einheit. In der Sauna

bleibt man am besten für 8 bis maximal 15 Minuten.


Die Abkühlphase: Direkt nach der Hitzephase kommt der starke

Kontrast. Man geht an die frische Luft und geht danach für eine

kurze Abkühlung in ein Eisbad. Die ideale Temperatur für ein

Eisbad liegt meistens so zwischen 10 °C und 15 °C. Wenn man

schon abgehärtet ist und das öfter macht, kann man auch tiefer

gehen, so in den Bereich von 4 °C bis 8 °C. Hier bleibt man aber auf

keinen Fall lang drin - 1 bis maximal 3 Minuten reichen völlig aus,

um den Schockeffekt zu nutzen. Durch die plötzliche Kälte ziehen

sich die eben noch erweiterten Blutgefäße blitzschnell und extrem

zusammen.


Diesen Wechsel von Hitze und Kälte nennt man auch Gefäßtraining, weil die Blutbahnen durch das ständige Auf und Zu sozusagen "trainiert" werden. Für den optimalen Effekt macht man das Ganze für 2 bis 3 Durchgänge.


Welche Vorteile hat die Sauna für den Ausdauersport?


Für Ausdauersportler bringt das Saunieren noch viel mehr als nur ein bisschen Entspannen nach dem Training. Die Prozesse, die dabei im Körper abgehen, unterstützen das Training auf verschiedenen Ebenen:


  1. Steigerung des Blutvolumens (Plasma-Expansion)


Wenn man regelmäßig in die Sauna geht, checkt der Körper das und

bildet mit der Zeit mehr Blutplasma. Ein größeres Blutvolumen sorgt

dafür, dass das Herz pro Schlag viel mehr Blut durch den Körper

transportieren kann. Und weil das Blut ja den Sauerstoff in die Muskeln

transportiert, verbessert sich durch diese Anpassung die Ausdauerleistung

direkt. Man hat quasi mehr Power auf langen Strecken.


  1. Optimierung der Thermoregulation


Durch das regelmäßige Training in der Sauna lernt der Körper, viel besser

mit Hitze umzugehen (das nennt man auch Hitzeakklimatisierung). Der

Organismus checkt das bei zukünftigen Belastungen schneller und fängt

früher und effizienter an zu schwitzen. Das rettet einen vor allem bei

langen Läufen im Hochsommer vor dem Überhitzen und sorgt dafür, dass

man die Leistung viel länger halten kann.


  1. Beschleunigte Muskelregeneration


Die starke Durchblutung während des Saunagangs sorgt dafür, dass die

Muskeln perfekt mit neuen Nährstoffen versorgt werden. Gleichzeitig werden

Stoffwechselabfälle wie Laktat, die sich bei harten Intervallen oder Longruns

im Muskelgewebe ansammeln, schnell weggespült. Das minimiert den

Muskelkater am nächsten Tag und man ist viel schneller wieder bereit für

die nächste Trainingseinheit.


  1. Stärkung des Immunsystems


Die künstlich erhöhte Körpertemperatur simuliert im Körper eine Art Mini-Fieber.

Das triggert das Immunsystem stark und aktiviert die Produktion von weißen

Blutkörperchen. Ein stabiles Immunsystem sorgt einfach dafür, dass man nicht

wegen jeder kleinen Erkältung oder einem Infekt direkt flachliegt und wertvolle

Trainingswochen verpasst.


Worauf sollte man unbedingt achten?


Damit das Saunieren den Trainingseffekt auch wirklich unterstützt und den Körper nicht komplett ermüdet, sollte man ein paar wichtige Grundregeln beachten:


Der richtige Zeitpunkt: Nach einer sehr intensiven oder langen Trainingseinheit sollte man nicht direkt in die Sauna gehen. Der Körper muss erst mal 30 bis 60 Minuten abkühlen und den Puls runterkriegen. Wenn man komplett am Limit und sehr müde ist, verschiebt man den Saunagang am besten gleich auf den nächsten Tag.


Flüssigkeitsausgleich: Durch das starke Schwitzen verliert der Körper extrem viel Wasser und wichtige Mineralstoffe (Elektrolyte). Diesen Verlust muss man nach der Sauna sofort wieder ausgleichen, indem man viel trinkt. Sonst droht Dehydration und am nächsten Tag hat man null Energie im Training.





 
 
 

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